Corona-Krise: Häusliche Pflege und Betreuung kann älteren und gefährdeten Menschen mehr Sicherheit vor einer Ansteckung bieten
Die Seniorenassistenz „Gute Fee“ betreut Senioren weiterhin zuhause.

Ältere Menschen sind durch das Coronavirus besonders gefährdet. Sie müssen jetzt unbedingt zuhause bleiben und sich schützen. Senioren, die nicht in der Lage sind, sich in dieser Situation selbst zu versorgen, können die Leistungen von ambulanten Pflege- und Betreuungsdiensten in Anspruch nehmen. Auch die Seniorenassistenz „Gute Fee“ betreut Senioren und Pflegebedürftige weiterhin in ihrer häuslichen Umgebung. Die Betreuungskräfte sorgen für die erforderliche Unterstützung - praktisch, aber auch menschlich. 

Es ist wichtig, die Ansteckungskette mit dem Coronavirus schnell zu stoppen. Daher werden überall die Kontakte zu Senioren und Menschen mit Vorerkrankung notwendigerweise deutlich eingeschränkt. Angehörigen unter Quarantäne sind Kontakte zu ihren Eltern bzw. Großeltern für mindestens 14 Tage nicht mehr erlaubt. Auch können sich Angehörige, die aufgrund der Schul- und KITA-Schließungen parallel noch kleinere Kinder betreuen, nicht mehr umfassend um Eltern oder Großeltern kümmern. Eine weitere besondere Herausforderung ist die Schließung von Tagespflegeeinrichtungen. Umfangreiche und wichtige pflegerisch-aktivierende Unterstützung sowie viele Sozialkontakte entfallen dann. Nicht zuletzt fällt in manchen Haushalten auch die in der Wohnung mitlebende Pflegekraft aus - etwa wegen Erkrankung oder fehlender Reisemöglichkeit. 

Für ältere Menschen oder andere Risikogruppen, die jetzt besonders darauf angewiesen sind, zuhause zu bleiben und den Kontakt zu Mitmenschen einzuschränken, ist es besonders wichtig, die Pflege und Betreuung zuhause aufrecht zu halten. Wir als Team setzen alles daran, dass wir unsere Kunden und Pflegebedürftige weiterhin betreuen können. Hinzu kommt, dass nicht nur praktische Hilfe, sondern auch Gesellschaft für ältere Menschen jetzt besonders wichtig ist. Unsere Betreuungskräfte sind geschult, zuverlässig - und sie wissen, worauf es ankommt. Wir sind alle bereit, in dieser herausfordernden Situation, unseren Beitrag zu leisten und unsere Kolleginnen und Kollegen in der Pflege zu unterstützen.

Änderungen im PSG 2017

Die neuen Pflegeleistungen ab 2017 auf einen Blick als Tabelle

Zum 01.01.2017 kommt das Pflegestärkungsgesetz II. 

Durch diese Pflegereform ändern sich die Pflegeleistungen in den einzelnen Pflegestufen bzw. Pflegegraden. Grundsätzliches zum Thema Pflegeleistungen habe ich bereits in meinem Beitrag Pflegeleistungen der Pflegestufen geschrieben. 

Heute möchte ich die aktuellen Pflegeleistungen ab 2017 veröffentlichen.

Prinzipiell sei gesagt, daß 2015 alle Leistungen bezüglich Pflegegeld und Pflegesachleistungen erhöht wurden. Anders dagegen ist es in 2017. Da gibt es vereinzelt auch Verschlechterungen.

Die neuen Pflegegrade

So erfolgt die MDK-Prüfung mit den neuen Modulen

Seit 01.01.2017 gibt es ein ganz neues Begutachtungssystem für die Einstufung in einen Pflegegrad.

Die Begutachtung erfolgt über Bewertungs-Module zu den einzelnen Bereichen des täglichen Lebens. Jedes Modul ist einem eigenen Lebensbereich zugeordnet.

Bei dem neuen Begutachtungsinstrument „gilt die Selbstständigkeit als Maß der Pflegebedürftigkeit“.

Entlastungsbetrag

Was bringt der Entlastungsbetrag?

Ab dem 01.01.2017 kamen mit dem neuen PSG II (Pflegestärkungsgesetz) einige finanzielle Änderungen.

Unter anderem änderte sich auch die Höhe des Entlastungsbetrages

Was bringt der Entlastungsbetrag?

Mit dem Entlastungsbetrag sollen

  • pflegende Angehörigen entlastet und/oder beraten werden Pflegebedürftige gefördert werden, so dass sie so lange wie möglich im häuslichen Umfeld ihren Alltag selbstständig bewältigen und soziale Kontakte pflegen können.

Wer hat Anspruch auf den Betreuungsbetrag?

Alle Personen mit einem Pflegegrad 1 bis 5, die im häuslichen Umfeld gepflegt werden. Zum häuslichen Umfeld zählen:

  • Die eigene Wohnung des pflegebedürftigen Menschen

  • Die Wohnung der Pflegeperson

  • Altenwohnung, Betreutes Wohnen

Welche Leistungen können mit dem Entlastungsbetrag abgerechnet werden?

Mit dem Entlastungsbetrag können

  • teilstationäre Tagespflege oder Nachtpflege,

  • Kurzzeitpflege

  • Leistungen für den ambulanten Pflegedienst im Bereich der Selbstversorgung für Personen in

  • den Pflegegraden 2 – 5 *

  • Leistungen für Pflegedienste im Bereich der Körperpflege für Personen mit dem Pflegegrad 1 **

  • Sowie Angebote zur Unterstützung im Alltag nach § 45a SGB XI (niedrigschwellige Entlastungsleistungen)

abgerechnet werden.

* Nicht bezahlt werden können damit Leistungen des Pflegedienstes für die Körperpflege (An- und Auskleiden, große Toilette, kleine Toilette usw.), da dies über die Pflegesachleistungen finanziert wird.

** Personen mit einem Pflegegrad 1 erhalten keine Pflegesachleistungen. Deshalb können diese pflegebedürftigen Menschen den Entlastungsbetrag auch für Körperpflege – ausgeführt durch einen Pflegedienst – verwenden.

Wie hoch ist der Entlastungsbetrag?

Bis 2016 gibt es 104 bzw. 208 Euro, je nach Einschränkung der Alltagskompetenz. Mit dem neuen Pflegestärkungsgesetz erhalten ALLE Pflegebedürftigen in den Pflegestufen 1 – 5

125 Euro pro Monat.

 

Ausnahme: Wer bis Ende 2016 monatlich 208 Euro erhielt, wird unter Umständen auch diese weiter als Besitzstand erhalten.

Besitzstandsregelung

Einige Pflegebedürftige mit erheblicher Einschränkung der Alltagskompetenz haben mit dieser neuen Regelung finanzielle Einbußen. Da aber nach der Überleitung in das neue Pflegestärkungsgesetz keiner schlechter gestellt werden darf, greift hier die Besitzstandsregelung.

Ob Sie von dieser Regelung betroffen sind und was zu tun ist, können Sie hier nachlesen.

Was Sie über den Entlastungsbetrag wissen sollten

  • Ab 2017 kann jede pflegebedürftige Person mit einem anerkannten Pflegegrad von 1 bis 5 den Entlastungsbetrag in Anspruch nehmen.

  • Der Entlastungsbetrag von 125 Euro ist für jeden Pflegebedürftigen gleich hoch, unabhängig davon, in welchem Pflegegrad er eingestuft ist.

  • Der Entlastungsbetrag ist eine Sachleistung.

  • Der Entlastungsbeitrag muss beantragt werden und wird nicht pauschal bzw. automatisch an den Pflegebedürftigen ausbezahlt. Das bedeutet, dass das Betreuungsgeld zweckgebunden ist (Kostenerstattungsanspruch).

  • Der Antrag muss NICHT VOR Inanspruchnahme der Leistungen gestellt werden. Es reicht, wenn der Antrag mit den Rechnungen eingereicht wird.

  • Die Abrechnung erfolgt nach tatsächlich erbrachten Leistungen.

  • Sie können bei Ihrer Pflegeversicherung nachfragen, wie hoch noch Ihr verfügbares Budget für den Entlastungsbetrag ist.

  • Als Nachweis dienen die Abrechnungen/Quittungen/Belege.

  • Kosten, die den Entlastungsbetrag überschreiten, müssen selbst getragen werden.

  • Im Normalfall ist der Entlastungsbetrag ein Kostenerstattungsbetrag. Das heißt, Sie gehen in Vorleistung und begleichen die Rechnung. Danach reichen Sie diese bei der Pflegeversicherung ein.

  • Der Betreuungsdienst/Pflegedienst kann auch direkt mit der Pflegekasse abrechnen. Dazu muss eine Abtretungserklärung ausgefüllt werden. Vorteil: Sie müssen nicht mehr mit den Kosten in Vorleistung gehen. Mein Tipp: Lassen Sie sich immer die Rechnungen geben, so dass Sie genau wissen, wieviel Leistungen Sie bereits verbraucht haben. Außerdem sollten Sie prüfen, ob korrekt abgerechnet wurde.   

Muss der Entlastungsbetrag innerhalb des Monats verbraucht werden

Der Entlastungsbeitrag muss nicht jeden Monat aufgebraucht werden. Sie haben die Möglichkeit, die Beträge zu sammeln, damit Sie dann zum Beispiel die Hotelkosten einer Kurzzeitpflege bezahlen können.

Sie können damit quasi von Januar bis November das Betreuungsgeld ansparen, um dann für eine Kurzzeitpflege im Dezember die Hotelkosten zu finanzieren.

Die nicht verbrauchten Beträge müssen spätestens im darauffolgenden Kalenderhalbjahr abgerufen sein, sonst verfallen die Beträge.

Allerdings ist es nicht möglich, den Entlastungsbetrag im Voraus in Anspruch zu nehmen.

Beispiel:

Herr Maurer hat für Januar bis März jeweils den Entlastungsbetrag von 125 Euro voll in Anspruch genommen. Im April geht Herr Maurer in Kurzzeitpflege und möchte seine Hotelkosten (Essen und Zimmer im Pflegeheim) mit dem Entlastungsbetrag bezahlen, der ihm von April bis Dezember zustehen würde. Das geht nicht.

Die bessere Möglichkeit wäre:

  • Die Entlastungsbeträge von April bis Dezember ansparen

  • Am Anfang des nächsten Jahres diese mit den Hotelkosten der Kurzzeitpflege vom April verrechnen.

Sonderregelung Betreuungs- und Entlastungsleistungen für 2015 und 2016

Nicht in Anspruch genommene zusätzliche Betreuungs- und Entlastungleistungen aus den Jahren vom 01.01.2015 bis 31.12.2016 können ausnahmsweise per Sonderregelung noch bis 31.12.2018 abgerechnet werden.

Normalerweise verfallen die Betreuungs- und Unterstützungsleistungen spätestens zum 30.06. eines Folgejahres. Mit dem Pflegestärkungsgesetz III, welches am 01.01.2017 in Kraft trat, können Sie jedoch noch ausnahmsweise die Leistungen aus den Jahren 2015 und 2016 abrechnen.

Wer also in 2015 und 2016 keine zusätzlichen Betreuungs- und Entlastungsleistungen in Anspruch genommen hat, kann diese noch abrufen.

Haben Sie bereits teilweise Beträge für diesen Zeitraum abgerufen, müssen Sie diese entsprechend abziehen.

Was bedeutet die Sonderregelung der Betreuungs- und Entlastungsleistungen für Sie?

  1. Die nicht in Anspruch genommenen zusätzlichen Betreuungs- und Entlastungsleistungen aus 2015 und 2016 gelten als nicht verfallen sondern als „angesparte Mittel“. Sie können diese Beträge somit auch noch mit Leistungen aus den Jahren 2017 und 2018 verrechnen.

  2. Es können Leistungen wie z.B. Kosten der Tagespflege, Betreuungs- und Entlastungsleistungen bzw. Kurzzeitpflege verrechnet werden.

  3. Es ist ebenfalls möglich, auch nachträgliche Kostenerstattungen für die Jahre 2015 und 2016 mit diesen Beträgen abzudecken.

  4. Sie müssen keine Rechenschaft ablegen, warum diese Leistungsbeträge in den Jahren 2015 + 2016 nicht voll ausgeschöpft wurden.

  5. Die Kostenerstattung ist bis spätestens 31. Dezember 2018 zu beantragen. Dem Antrag sind entsprechende Belege beizufügen.

  6. Diese Verlängerungsfrist ist eine Sonderregelung und gilt nur für die Jahre 2015 und 2016.

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Beispiel für die Verrechnung der nicht in Anspruch genommenen zusätzlichen Betreuungs- und Entlastungsleistungen aus 2015 und 2016:

  • Herr Meier hat seit Anfang 2014 Pflegestufe 2 ohne erhöht eingeschränkte Alltagskompetenz.

  • In den Jahren 2015 und 2016 hat er die ihm zustehenden zusätzlichen Betreuungs- und Unterstützungsleistungen von monatlich 104 Euro nicht in Anspruch genommen.

  • Anfang Februar 2017 verschlechterte sich der Zustand von Herrn Meier rapide.

  • Nach einem Krankenhausaufenthalt kommt er zum 1. März 2017 für 6 Wochen in die Kurzzeitpflege.

  • Für die Hotel- und Investkosten während der Kurzzeitpflege bezahlt er täglich 48 Euro.

  • Im Anschluß an die Kurzzeitpflege geht Herr Meier 5 x die Woche in die Tagespflege.

  • Hier muss er pro Tag 12 Euro für Verpflegung, Unterkunft und Investitionskosten selbst bezahlen.

Daraus ergibt sich folgende Rechnung: 

  • Angesparte Betreuungs- und Entlastungsleistungen aus 2015/16              2.496 Euro

  • Entlastungsbetrag für 2017 (monatlich 125 Euro)                                   1.500 Euro

  • Gesamtbudget für 2017                                                                     3.996 Euro

  • 6 Wochen Kurzzeitpflege (Zuzahlung täglich 48 Euro)                            – 2.016 Euro

  • Verfügbares Budget nach Kurzzeitpflege                                                   1.980 Euro

 

Herr Meier kann somit in 2017 noch 165 Tage Tagespflege

ohne eigene Zuzahlung in Anspruch nehmen*

(1.980 Euro ./. 12 Euro pro Tag = 165 Tage = 33 Wochen)

* Dies ist nur ein Rechenbeispiel. Herr Meier kann den Entlastungsbetrag aus 2017 von 125 Euro nicht im Voraus verbrauchen. Das heißt, Herr Meier kann zum Beispiel im Oktober nicht schon die Leistungen für Dezember in Anspruch nehmen.

Gesetzestext zur Übergangsregelung: § 144 Abs. 3 SGB XI

Preise für Betreuungsangebote

Die Preise sind für alle Leistungen unterschiedlich.

Die Kosten die in einem Pflegeheim (z.B. Hotelkosten für Kurzzeitpflege) entstehen, sind von Pflegeheim zu Pflegeheim unterschiedlich.

Mittlerweile gibt es auch zugelassene Vermittlungsfirmen die Dienste anbieten, die mit dem Betreuungsbetrag abgerechnet werden können (z.B. Putzen der Fenster oder Wohnung, Begleitung zu Konzerten usw.).

Zusätzliche Betreuungsangebote im Pflegeheim

Ab 2017 müssen auch die Pflegeheime/Seniorenheime zusätzliche Betreuungsleistungen anbieten. Bis Dezember 2016 kamen Pflegebedürftige in einer Pflegeeinrichtung nur dann in den Genuss der zusätzlichen Betreuungsleistungen, wenn das Pflegeheim dies mit der Pflegekasse ausgehandelt hatte.

Das bedeutet für Sie: Wenn ein Angehöriger von Ihnen in einem Pflegeheim untergebracht ist, sollten Sie ein Auge darauf werfen, ob er diese zusätzlichen Betreuungsleistungen auch erhält.

Extra-Tipp: Wer einen Pflegegrad hat und zu Hause gepflegt wird, hat jeden Monat Anspruch auf kostenlose Pflegehilfsmittel. Diese können Sie hier einfach bestellen.

Gesetzliche Regelungen

Die gesetzlichen Regelungen für den Entlastungsbetrag finden Sie im § 45b SGB XI. Es können auch Leistungen aus dem § 45a SGB XI finanziert werden.

Zeit schenken

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Die etwas andere Geschenkidee:

  • zum Geburtstag

  • zur Geburt eines Kindes

  • zum Hochzeitstag

  • zu Jubiläen

  • als Danke schön

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  • weil es DICH gibt

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In unserer heutigen schnelllebigen Zeit fehlt uns allen das Gleiche - ZEIT.

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